Labor für Inside-Sensoring

Windenergieanlagen (WEA) werden dynamisch hoch beansprucht. In den sind vergangenen Jahren gehäuft Lager- und Zahnradschäden aufgetreten. Für zielgerichtete Verbesserungen in Konstruktion, Fertigung und Werkstoffwahl fehlen aussagefähige Messdaten. Die einzelnen Getriebekomponenten (Zahnräder, Lager, Wellen) sind im Betrieb bislang messtechnisch nicht zugänglich. Nur wenige Zustände lassen sich von außen beobachten, z.B. Temperaturänderungen am Gehäuse oder Geräusche bzw. Schwingungen. Die Ursachen für auftretende Probleme liegen aber meistens im Inneren des Getriebegehäuses. Hierzu gehören unter anderem mechanische Spannungen, die zu einer unzulässigen Verformung der einzelnen Zähne und (langfristig) zum Verschleiß der Zahnflanken führen können.


Die besonderen Bedingungen innerhalb eines Getriebes schränken die in der Praxis anwendbaren Messmethoden ein. Neben der Beschränkung des für die Sensorik zur Verfügung stehenden Einbauvolumens erschweren Öl und Fettschichten den Einsatz im Getriebe. Erfolgversprechend sind hier in erster Instanz solche Sensoren, die sich durch eine berührungslose Messdatenerfassung auszeichnen. Als Beispiele seien hier optische, kapazitive, magnetische, thermische oder resistive Messprinzipien genannt.

Sie ermöglichen die dynamische Erfassung des Getriebezustandes unter Last hinsichtlich der lokalen Verteilung von Kräften, Momenten, Vibrationen und Temperaturen, die thermographische Tragbildanalyse sowie die Beobachtung des Verschleiß- und Ermüdungszustandes von Werkstoffen. Da die meisten dieser Sensoren heute erst als Labormuster existieren, sind ihre Langzeiterprobung, Miniaturisierung, Kalibrierung und Integration innerhalb des Getriebes wesentliche Forschungsaufgaben. Genau hierzu werden im BIMAQ mit Hilfe des Inside-Sensoring Labors Lösungen erforscht und entwickelt.

Dienstleitungen

  • Entwicklung von Sensor-Prototypen
  • Auftrags-/Referenzmessungen
  • Entwicklung von Mess- und Auswertestrategien
  • Softwareentwicklung

Kontakt

Michael Sorg
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Telefon: +49 (0)421 218 646 20