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Am Bremer Institut für Messtechnik, Automatisierung und Qualitätswissenschaft (BIMAQ) forschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an neuartigen modellbasierten, dynamischen Messsystemen für die Untersuchung und Optimierung von Fertigungs- und Strömungsprozessen. Die Kernkompetenz des BIMAQ ist die Messtechnik, die für die Lösung technischer und gesamtgesellschaftlicher Herausforderungen eine Schlüsseldisziplin darstellt.

Ein Forschungsschwerpunkt ist die ganzheitliche Untersuchung optischer Messsysteme an den Grenzen der Messbarkeit, von deren Konzipierung, Modellierung, Entwicklung und Charakterisierung bis zur Anwendung. Dies beinhaltet sowohl interdisziplinäre Grundlagen- als auch anwendungsnahe Forschungsarbeiten zu den Messmethoden und deren Anwendungen, insbesondere für den Fortschritt bei technischen Prozessen, Großverzahnungen und Windenergieanlagen.

Aktuelles


Bremer Forschungszentrum für Energiesysteme (BEST)

Das Bremer Forschungszentrum für Energiesysteme (BEST) ist ein fachbereichsübergreifender Zusammenschluss von Professoren/Professorinnen der Universität Bremen zur Bündelung und Intensivierung der Forschung und Lehre auf dem Gebiet der Energiesysteme. Im Bereich der Lehre zielt BEST auf attraktive interdisziplinäre Lehrangebote insbesondere für den ingenieur- und wirtschaftswissenschaftlichen Nachwuchs. In diesem Wintersemester 2020/21 startete BEST die Ringvorlesung ENERGY SYSTEMS OF THE FUTURE. Im Vorlesungsbeitrag Wind turbines: Challenges of on-site research stellte das BIMAQ am 24.11.20 neuartige optische Messverfahren und Messergebnisse zur Untersuchung von Windenergieanlagen vor, die vor Ort an laufenden, realen Anlagen angewendet werden können. Damit bieten sich über Simulations- und Laboruntersuchungen hinausgehend faszinierende Einblicke in das tatsächliche Deformations- und Strömungsverhalten realer Windenergieanlagen.

BIMAQ-Forschung mit herausragendem wissenschaftlichen Niveau

Bereits 2017 wurde der Artikel „Fundamental uncertainty limit for speckle displacement measurements“ (https://doi.org/10.1364/AO.56.007013) vom Herausgeber der international renommierten Fachzeitschrift Applied Optics als Artikel mit exzellenter wissenschaftlicher Qualität hervorgehoben. Dieses Jahr wurde der 2019 erschienene Artikel „Limiting uncertainty relations in laser-based measurements of position and velocity due to quantum shot noise“ (https://doi.org/10.3390/e21030264) in der Fachzeitschrift Entropy als besonders interessant von dem Herausgeber für die Spezialausgabe "Editor’s Choice Articles" ausgewählt. Wir freuen uns über die internationale Bestätigung der hohen Qualität und Relevanz unserer Forschungsarbeiten.

Verleihung des Deutsche WindGuard-Nachwuchsförderpreis 2020 zur Messtechnik, Automatisierung und Qualitätswissenschaft

Unter Einhaltung aller Coronamaßnahmen wurde auch für 2020 zum vierten Mal am BIMAQ zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses der von der Deutschen WindGuard GmbH gestiftete Nachwuchsförderpreis für herausragende Arbeiten am Bremer Institut für Messtechnik, Automatisierung und Qualitätswissenschaft (BIMAQ) des Fachbereichs Produktionstechnik der Universität Bremen verliehen.

Bei der Vergabe des Preises wurde insbesondere Wert auf den Fortschritt für die Wissenschaft, das messtechnische Systemverständnis und die Relevanz der Forschungsergebnisse für praxisrelevante Messaufgaben gelegt. Die Auszeichnung ist verbunden mit einem Preisgeld von 250 Euro je Bachelorarbeit.

Die Auszeichnungen gingen 2020 an:

Bachelor-Arbeit: Aage Rehfeldt, B. Sc.

“Optimierung eines Windkanalmesssystems zur Untersuchung des Schräganströmverhaltens von Windmessgeräten”

Bachelor-Arbeit: Jan Lukas Tiefensee, B. Sc.

“Automatisiertes Entzerren und Zusammensetzen von Einzelaufnahmen für die thermografische Strömungsvisualisierung

Wir gratulieren ganz herzlich!

Neues Forschungsprojekt zur Erfassung und Analyse des dynamischen Strömungsverhaltens der Rotorblätter von Windenergieanlagen

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) bewilligt 3 Mio. Euro für die Entwicklung eines präzisen Messsystems zur berührungslosen Erfassung und Analyse des dynamischen Strömungsverhaltens der Rotorblätter von Windenergieanlagen (PreciWind). In dem am 1. Januar 2020 beginnenden 3-jährigen Projekt erhält das BIMAQ für die Entwicklung der thermografischen Analyse der dynamischen Grenzschichtströmungen an laufenden WEA eine Förderung von über 1 Mio. Euro. Hierfür setzt das BIMAQ ein mobiles thermografisches Messsystem ein, mit dem die aerodynamische Leistungsfähigkeit laufender WEA aus Distanzen von bis zu 300 m quantifiziert und bewertet werden kann. Die kontinuierliche Visualisierung und Analyse der oberflächennahen Strömungszustände wird dabei mit einer geometrisch hochauflösenden Infrarotkamera im langwelligen Strahlungsbereich verwirklicht und mit Messdaten aus einem Laserabstandsmesssystem zur Erfassung der Rotorblattdistanz und -geometrie ergänzt. PreciWind zielt darauf, dynamische Effekte der Strömung auf Grund des Turmdurchlaufes oder variierender Windgeschwindigkeiten erstmals direkt an laufenden WEA zu untersuchen und liefert damit im ForWind-Verbund einen wesentlichen Vorschritt im Bereich der strömungsvisualisierenden Messtechnik. Hierfür arbeitet das BIMAQ in PreciWind eng zusammen mit dem Dresdner Hersteller von Infrarotsensorik und Messtechnik InfraTec GmbH, dem Bremer Hersteller von Laserbasierten Sensoranwendungen LASE GmbH, dem Bremerhavener WEA-Dienstleister Deutsche WindGuard Engineering GmbH sowie mit dem ForWind-Partner Institut für Statik und Dynamik der Universität Hannover.