Wissenschaftliche/n Mitarbeiterin / Mitarbeiter (w/m/d) ) im Forschungsgebiet Indirekte optische Geometriemessung mittels fluoreszierenden Partikeln

Das Bremer Institut für Messtechnik, Automatisierung und Qualitätswissenschaft im Fachbereich Produktionstechnik an der Universität Bremen bietet – unter dem Vorbehalt der Stellenfreigabe – eine Position an für eine/einen

Wissenschaftliche:n Mitarbeiter:in (w/m/d) (ET, Mechatronik, Physik o.ä.)
Entgeltgruppe E13 TV-L, Vollzeit

befristet für 3 Jahre im Forschungsgebiet

Indirekte optische Geometriemessung mittels fluoreszierenden Partikeln.

Die Befristung erfolgt zur wissenschaftlichen Qualifikation nach § 2 Abs. 1 WissZeitVG (Wissenschaftszeitvertragsgesetz). Demnach können nur Bewerberinnen und Bewerber berücksichtigt werden, die noch in dem entsprechenden Umfang über Qualifizierungszeiten nach § 2 Abs. 1 WissZeitVG verfügen.

Ihre Aufgaben:

  • Projektarbeiten zur Erstellung und Modellierung eines optischen Messaufbaus für die Anregung und Detektion von fluoreszierenden Mikropartikeln zur Geometriebestimmung des Körpers
  • (Simulative) Untersuchung und Optimierung der Messunsicherheit des Messsystems
  • Präsentation und wissenschaftlicher Austausch bei Konferenzen
  • Publikation der Forschungsergebnisse in international renommierten Fachzeitschriften

Ihr Profil:

  • Überdurchschnittlicher Masterabschluss in Elektrotechnik, Mechatronik, Physik oder einer verwandten Disziplin
  • Erfahrung mit statistischer Datenauswertung, Stochastik und optischen Messungen
  • Programmierkenntnisse z.B. mit Python, MatLab oder LabView vorteilhaft
  • Sehr gute Englischkenntnisse in Wort und Schrift, nachgewiesene Kenntnisse im wissenschaftlichen Schreiben (z. B. Abschlussarbeit, Zeitschriftenpublikation)
  • Freude am Schaffen von Wissen (Wissenschaft), eigenverantwortliche und zielorientierte Arbeitsweise, Teamfähigkeit

Wir bieten:

  • Unterstützung in der persönlichen Weiterqualifizierung im Rahmen einer Promotion (Dr.-Ing.)
  • Modernes Arbeitsumfeld mit mobilem Arbeiten in einem interdisziplinären, familienfreundlichen Team
  • Hochaktuelle und gesamtgesellschaftlich bedeutsame Forschungstätigkeit in einem wissenschaftlich hoch angesehenen Förderprogramm der EU – eine einzigartige Karrierechance!

· Exzellente Ausstattung und eigene Gestaltungsmöglichkeiten

Die Universität Bremen strebt eine Erhöhung des Anteils von Frauen im Wissenschafts-bereich an und fordert deshalb Frauen nachdrücklich auf, sich zu bewerben. Eine besondere Unterstützung wird für Eltern u.a. durch die Kinderbetreuung angeboten. Näheres finden Sie unter:

https://www.uni-bremen.de/familie/beschaeftigte/kinderbetreuungen

Schwerbehinderte Bewerberinnen/Bewerber werden bei im Wesentlichen gleicher fachlicher und persönlicher Eignung bevorzugt. Internationale Bewerbungen bzw. Bewerbungen in englischer Sprache sind willkommen.

Wir freuen uns auf Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen, die Sie bitte bis zum 06.01.2023 unter Angabe der Kennziffer A334/22 an folgende Adresse senden:

BIMAQ – Bremer Institut für Messtechnik, Automatisierung und Qualitätswissenschaft
Prof. Dr.-Ing. habil. A. Fischer

Linzer Str. 13
28357 Bremen

Bitte reichen Sie in Ihren Bewerbungsunterlagen (Motivationsschreiben Ihr Interesse an dem Projekt beschreibend und darstellend, wie Sie die Anforderungen unter „Ihr Profil“ erfüllen, Lebenslauf, Master- und Bachelorzeugnis, Schulabschlusszeugnis, Publikationsliste (falls vorhanden) und Zusammenfassung der Masterarbeit (eine Seite)) nur Kopien und keine Mappen ein, da wir sie nicht zurücksenden können. Alternativ und bevorzugt können Sie Ihre Bewerbungs­unterlagen in elektronischer Form als eine PDF-Datei (inkl. des Anschreibens, max. 10 MB) an Enable JavaScript to view protected content. senden.

Zusätzliche Informationen zum InOGeM Forschungsprojekt:

Optische Verfahren ermöglichen schnelle und präzise Geometriemessungen, allerdings nur, wenn genügend Lichtenergie von der Oberfläche des Objekts zur Detektionseinheit reflektiert wird. Aus diesem Grund mussten bisher für jeden Oberflächentyp spezifische Messverfahren entwickelt werden, wie z. B. die Deflektometrie für stark reflektierende Oberflächen.

InOGeM wird einen Paradigmenwechsel einleiten, um ein einziges Messverfahren zu entwickeln, das auf jede Oberfläche anwendbar ist und eine Auflösung im Submikrometerbereich ermöglicht: Anstatt die Oberfläche des Objekts zu messen, wird die Geometrie des umgebenden Gases gemessen. Das umgebende Gas wird mit Hilfe winziger, gut kontrollierter fluoreszierender Partikel oder Moleküle, eines konfokalen Mikroskops und einer modellbasierten Signalverarbeitung, die eine Auflösung im Submikrometerbereich ermöglicht, optisch erfasst. Damit werden neue Wege für die Beurteilung von z. B. additiv gefertigten Teilen und Leichtbaukomponenten aus Faserverbundwerkstoffen beschritten, da die indirekte Messung weniger empfindlich gegenüber den variierenden optischen Eigenschaften der Oberfläche und des Materials des Messobjekts ist. Darüber hinaus sind indirekte optische Geometriemessungen an stark gekrümmten oder lichtdurchlässigen Objekten auch durch einen begrenzten Zugang möglich, was derzeit als unmöglich gilt. Solche schwierigen Bedingungen treten z.B. bei Zahnrädern und additiv gefertigten Teilen auf. Damit werden schnelle Geometriemessungen mit einer heute unerreichbaren Präzision unterhalb der klassischen Grenzen im Nanometerbereich für eine Vielzahl von Anwendungen erreicht. Durch die Entwicklung einer neuen Klasse von Messgeräten hebt InOGeM den Bereich der optischen Geometriemessung auf eine neue Stufe.

Kontakt

Andreas Fischer
E-Mail: Enable JavaScript to view protected content.
Telefon: +49 (0)421 218 646 00

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